FSJ Kultur im Gespräch mit Berliner Abgeordneten

Der Montagmorgen des 20. Juni 2016 begann für die Vertreter*innen des Berliner Abgeord­netenhauses erfrischend: Abgeordnete von SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und Piraten waren der Einladung zum Abgeordnetenfrühstück des FSJ Kultur der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Berlin e.V. gefolgt. Im MachMit! Museum für Kinder, einem von 78 Einsatzstellen mit mehr als 100 Freiwilligen des FSJ Kultur in Berlin, präsentierten engagierte Freiwillige ihre Projekte, die sie während ihres FSJ Kultur eigenverantwortlich entwickeln und umsetzen.

 

Die drei Freiwilligen des MachMit! Museums, Hella, Marla und Marlene, führten durch die aktuelle Ausstellung „geboren & willkommen“ und stellten dabei ihre Projekte vor: die Bienenwerkstatt mit Kräutergarten, ein Buch über Museums-Bienen aus der hauseigenen Druckerei und außerdem kreative Ideen und Entwürfe für neue Produkte des Museumsshops.

Natalie, Franziska und Christine von der Berlinischen Galerie zeigten anhand eines Modells ihren Beitrag für die Lange Nacht der Museen im August: Sie wollen die oft übersehenen Künstlerinnen der Sammlung mehr ins öffentliche Licht rücken.

Schließlich berichtete Hannah aus dem Anne Frank Zentrum von ihrem Interview­-Projekt anlässlich des 90. Geburtstags von Margot Frank, das sie gemeinsam mit ihrer Mitfreiwilligen Jana durchgeführt hat.

Der Rundgang endete im Museumscafé, wo die Freiwilligen, Alumni des FSJ Kultur, die Abgeordneten sowie Team und Vorstand der LKJ bei einem Imbiss miteinander ins Gespräch kamen. Interessiert „interviewten“ nun  die Abgeordneten die Freiwilligen, die sich ein Jahr lang in Berlins Kultureinrichtungen engagieren und befragten die Alumni Gero und Lukas zu ihrem Werdegang in Berlins Kunst und Kultur nach dem FSJ.

Bald standen auch wichtige Alltagsthemen auf der Agenda, wie eine Ermäßigungsberechtigung beim ÖPNV und der GEZ, die oft schwierige WG-Suche in Berlin samt  Engpässen bei in den Bürgerämtern, die Beantragung zusätzlicher Hilfen wie Wohngeld oder ALG II – um nur einige der Herausforderungen für die Freiwilligen beim FSJ Kultur zu nennen.

Gemeinsam mit Politik und Verwaltung wollen wir weiter an der Verbesserung der Rahmenbedingungen des Freiwilligendienstes FSJ Kultur arbeiten –  das gemeinsame Interesse ist geweckt, der Bedarf festgestellt, erste Ideen konnten gefunden und wichtige Kontakte geknüpft werden.