Das Projekt #Barcamp #eKultur – Rückblick und Zukunft

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Das Projekt

Zwei Jahre lang durften wir vom 01.10.2013 bis zum 30.09.2015 in unserem Projekt „Jugendkultur bewegt – Partizipation mit Kultureller Bildung“ oder auch kurz “Barcamp eKultur” Jugendliche und junge Erwachsene dabei begleiten, in Berlin Jugendbarcamps zu organisieren und zu veranstalten. Wir haben mit unserem Projekt die Praxis der Berliner Jugendkulturarbeit und Kulturellen Bildung aufgemischt, sie aktiv mitgestaltet und bestehende Konzepte weitergedacht.

 

Das Ziel

Unser Ziel war es, durch das Format Jugendbarcamp in Berlin mehr (e )Partizipation in der Kulturellen Bildung zu erreichen und – da diese Methode stark auf digitalen Inhalten aufbaut – der steigenden Bedeutung von Internet und Sozialen Medien Rechnung zu tragen. Neben der Vermittlung der Methode Jugendbarcamp an sich entwickelten wir mit unseren Kooperationspartner_innen im Rahmen des Projektes Schulungen für jugendliche Tutor_innen und Fachkräfte aus der Kulturellen Bildung. Die Schulung vermittelte die nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten, die Jugendliche benötigen, um möglichst selbstständig und eigenverantwortlich ein Jugendbarcamp zu ihren Themen aus Kunst, Kultur und Medien zu veranstalten. Wichtig war uns dabei auch, das Projekt möglichst inklusiv und mit einem Fokus auf Gender- und Diversitysensibilität zu gestalten.

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Die Umsetzung

Der Anfang war holprig – Jugendbarcamp, was ist das denn? Wir blickten oft in fragende Gesichter und stießen zum Teil auch auf Vorbehalte und Ablehnung. ePartizipation – das war für viele neu, auch für uns. „Sowas brauchen wir nicht“ war eine Haltung, der wir des Öfteren begegneten. Und dann setzt mehr Partizipation einen Willen zur Abgabe von Macht voraus: Bestehende Strukturen werden dadurch verändert – kann das denn funktionieren? Wir haben von Beginn an gesagt, es sei ein Experiment für uns alle, auf welches wir uns einlassen wollen. Und einige taten genau das, sich einlassen, dem Neuen eine Chance geben, so dass im Rahmen des Projekts in Berlin tolle Barcamps von Jugendlichen und jungen Erwachsenen organisiert und durchgeführt werden konnten.

 

Die Zukunft

Wie geht es weiter? Unser Projekt ist zwar planmäßig ausgelaufen, wird jedoch nicht komplett in der Schublade verschwinden. Zum einen planen die Einrichtungen, welche bereits Erfahrungen mit Jugendbarcamps sammelten, zukünftig weitere Barcamps zu veranstalten. Zum anderen entstand aus diesem Projekt heraus ein weiteres: Aufgrund des hohen Schulungsbedarfs zu den Themen ePartizipation, Inklusion und der Veranstaltung von Jugendbarcamps initiierten wir ein weiteres Projekt: Die „Kombischulung ePartizipation in der Jugendkulturarbeit/Kulturellen Bildung“. Wir entwickelten die Schulungen weiter und erstellten im Laufe des Projektes mit unseren Kooperationspartner_innen ein Curriculum „Methode Barcamp“. Dieses steht als OER-Material frei zugänglich zur Verfügung und ermöglicht es jedem/r Interessierten, selbst eine Kombischulung durchzuführen und ein Jugendbarcamp zu veranstalten. Und wir hoffen, dass die Handlungsanregungen an Politik und Verwaltung, die im Rahmen der wissenschaftlichen Evaluation durch die ASH Berlin entstanden, Gehör finden werden und ein Umdenken anstoßen können.


Wir danken unserem Förderer Aktion Mensch e.V., allen Engagierten und Beteiligten, den Unterstützer_innen und unseren Kooperationspartner_innen.

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