Position

Warum kulturelle Kinder- und Jugendbildung?

Kulturelle Bildung ist Allgemeinbildung. Mit Methoden der Kulturpädagogik lernen Kinder und Jugendliche traditionelle Künste wie Musik, Theater, Tanz, Literatur, Malerei, aber auch neue Medien kennen. Ein freudvoller Zugang zu neuen Technologien und der eigenen Stärke / Kreativität macht die Jugendlichen fit für die Anforderungen von morgen.

Kulturelle Bildung ist unverzichtbarer Teil einer umfassenden Persönlichkeitsentwicklung. Sie befähigt Kinder und Jugendliche, Kunst und Kultur von klein auf zu lernen, zu verstehen und mitzugestalten.

Kulturelle Kinder- und Jugendbildung bewegt die Gesellschaft. Sie steht jedem unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Bildung zur Verfügung. Kinder und Jugendliche werden aufgefordert, sich aktiv mit Werten, dem eigenen Selbstverständnis und ihrer Zielorientierung auseinanderzusetzen. Sie lernen, sich in Gruppen zu bewegen und ihre eigene Rolle – auch in der Gesellschaft – zu finden und zu nutzen.

Kinder und Jugendliche brauchen Kultur. Gerade heute. Schneller werdende Veränderungen, Werteverluste und das Aufbrechen traditioneller Familienstrukturen bergen für Heranwachsende die Gefahr der Orientierungslosigkeit. Diese Situation verlangt danach, kulturelle Lebens- und Ausdrucksmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zur Verfügung zu stellen.

Ohne Förderung ist kulturelle Kinder- und Jugendbildung nicht machbar. Die LKJ Berlin e.V. setzt sich dafür ein, dass:

  • Kinder- und Jugendbildung stärker und nachhaltiger in den gesellschaftlichen Fokus rückt.
  • Kinder- und Jugendkulturarbeit in den relevanten Politikfeldern Bildung, Kultur und Jugend gesichert, entwickelt und ausgebaut wird.
  • aus den Mitteln der Hauptstadtkultur mehr Geld bereit gestellt wird, damit das Kinder- und Jugendkulturangebot in der Hauptstadt Berlin, d. h. unsere «Leuchttürme» auch für Kinder und Jugendliche realisiert und gestärkt werden.
  • kulturelle Jugendbildung im Kinder- und Jugendplan rechtlich abgesichert wird und Träger kultureller Jugendarbeit in den entsprechenden Entscheidungsgremien angemessen beteiligt werden.

Darüber hinaus fordern wir:

  • eine Stadtentwicklung, die den Lebens- und Entfaltungsmöglichkeiten von Kindern- und Jugendlichen und ihren Wünschen nach Lebens- und Ausdrucksräumen gerecht wird.
  • eine dezentrale Ausstattung in den Stadtbezirken, um Angebotsvielfalt zu sichern.
  • mehr flexible Mittel für innovative Ansätze und Experimentierfonds.